“Wie jetzt, du schreibst keine Ernährungspläne?”
Nein, denn ich möchte, dass du den maximalen Lerneffekt hast. Und den bekommst du nicht, indem du einem vorgefertigten Plan folgst, sondern indem du - in Begleitung - selbst deinen Weg findest.
Was du bei mir in der Beratung bekommst, ist ein Konzept und eine “Landkarte”, einen Plan, wie du von deiner aktuellen Ernährung zu deinem angestrebten Soll kommst.
Wie läuft das denn bei den meisten Diäten ab? Sagen wir, du möchtest abnehmen. Du besorgst dir einen Trainer und Coach und der gibt dir präzise vor was und wieviel du essen sollst. Du legst los, hältst dich an den Plan - und vermisst schon sehr bald deine Lieblingsgerichte, die du dir früher immer zubereitet hast.
Doch für die Dauer der Diät hältst du durch. Brokkoli mit Reis und Huhn kommt dir zwar schon zu den Ohren raus, aber du hast ja dein Ziel vor Augen, also bleibst du weiter dran.
Und dann - endlich - geschafft! Du hast dein Ziel erreicht. Endlich kannst du zu deinen gewohnten und lieb gewonnenen Gerichten zurückkehren. Doch schon bald bekommst du genau dafür die Quittung: der Jojo-Effekt schlägt erbarmungslos zu.
“Toll, und was ist jetzt an deinem Konzept so anders?”
Ganz einfach: du erfindest deine Lieblingsgerichte neu. Du fügst etwas hinzu, statt etwas wegzunehmen.
Einfachstes Beispiel: Gemüse. Die meisten essen hiervon massiv zu wenig. Fokussiere dich also darauf, deinem Essen, das du ohnehin zu dir nimmst, einfach GEMÜSE hinzuzufügen. Experimentiere, sei kreativ!
Am Anfang ist es vielleicht immer der Beilagensalat, den du vor deiner Hauptmahlzeit, sagen wir Spaghetti Bolognese isst.
Dann wirst du vielleicht mal mutiger und fügst im Ofen gegartes Gemüse direkt auf deinem Teller hinzu.
Irgendwann ergänzt du direkt die Sauce, die bisher nur aus Fleisch und Dosentomaten bestand. Z.B. mit Karotten, Paprika, Aubergine, Zucchini, Pilze, ... oder anderes saisonales Gemüse, das dir gerade über den Weg läuft und dir schmeckt. Erst eines, dann noch eines, dann noch eines, dann mal was anderes, zur Abwechslung...
Und mit der Zeit bemerkst du - ganz langsam und sanft - dass sich da bei dir etwas verändert hat. Das, was dir an der Spaghetti Bolognese am besten schmeckt, ist nicht das zusammengepampte Hartweizengriess, das da in der Sauce badet. Es sind die Zutaten in der Sauce und die Sauce selbst.
Und weil du es einfach nicht mehr brauchst, lässt du die Pasta weg. Es fühlt sich aber nicht nach einem Verlust an. Im Gegenteil: du hast so viel gewonnen. Eine völlig neue Geschmackswelt - und ganz nebenbei ein neues Lebensgefühl.
Deine Gedanken sind eine Gewohnheit, die du neu programmieren kannst.
Doch dazu musst du auch mal neue Gedanken denken. Wenn du jeden Abend damit haderst, was du alles noch tun wolltest und heute wieder nicht geschafft hast - mit welchem Gefühl schläfst du dann wohl ein?
Umgekehrt: wenn du dir geistig all das nochmals zurückrufst, was dir heute gelungen ist, wem du eine kleine Freude machen konntest, was du alles erreicht hast - ist doch gleich viel angenehmer, nicht wahr?
Lass mich das dieses Mal an einem anderen Beispiel erklären.
Angenommen, du möchtest abnehmen. Besonders in diesem Bereich suchen sehr viele nach der magischen Wunderpille, nach der magischen Fett-weg-Spritze - oder zum Teil nach einer allerhöchstens 5 Wochen dauernden, einmaligen Diät, die einmal alles ändern soll - damit sie anschliessend genau so weitermachen können wie bisher.
In den meisten Fällen funktioniert das sogar ganz gut. Das Übergewicht, bzw. das überschüssige Fett ist weg.
Für einen kurzen Moment sind diese Menschen dann enorm glücklich. Und kehren dann wieder zu ihrem vorherigen, "normalen" Lebensstil zurück.
Und was passiert dann?
Genau, der berühmte Jojo-Effekt. Das, was sie in die prekäre Lage gebracht hat - der sesshafte Lebensstil, die Pizza und der Wein jeden Abend bei Netflix - all das hat jetzt genau den gleichen Effekt wie zuvor. Meistens geht es sogar noch schneller, weil sich der Körper noch an das "alte" Gewicht vor der Diät erinnert.
...
Unser Verstand ist ein enorm machtvolles Werkzeug.
Und doch kann er uns austricksen, wenn wir nicht ordentlich damit umgehen. Z.B. indem wir nicht darauf achten, womit wir etwas vergleichen.
Woran merkst du denn, dass es dir “gut” geht? Also so wirklich gut gehen.
Vielleicht vergleichst du es mit deiner letzten Erkältung. Oder dem letzten Mal, als du die Grippe hattest. Oder dieses eine Mal, als du dir den Knöchel verstaucht hattest.
Ja klar, dann geht es dir gerade vielleicht hervorragend.
Aber was ist mit anderen Vergleichswerten?
Vielleicht fiel es dir als Kind so viel leichter, eine Treppe nicht einfach nur hochzugehen, sondern vielleicht sogar zu rennen? Hattest du nicht mal viel mehr Energie? Gab es da nicht mal diese Tage, an denen du Bäume ausreissen und Berge versetzen konntest?
Und im Vergleich mit diesen Tagen, wie gut geht es dir heute?
Achte doch diese kommende Woche einmal ganz gezielt darauf, womit du was vergleichst.
Ich wünsche dir viele spannende ...
Einfach mal die Seele baumeln lassen. Nichts tun. Nicht zwanghaft produktiv sein müssen.
Undenkbar?
War es für mich früher auch.
Deine Gedanken zum Nichtstun - und deine Bewertung, wer du bist, wenn du (mal) "nichts" tust - sind das eine.
Das andere ist dein Körper. Was wäre, wenn dein Gehirn gar nicht die Nährstoffe hätte, und somit nicht in der Lage sein kann, andere Gedanken zu denken?
Was wäre, wenn selbst "Erwachsenen-ADHS", das oft mit Burnout, Zwangsstörungen und Ängsten einhergeht, nur ein Symptom einer unzureichenden Nährstoffzufuhr ist?
Und wenn dann die Nährstofftanks erst mal richtig gefüllt sind, "funktioniert" auf einmal auch alles andere: neue Gewohnheiten aufbauen, alte, zwanghafte (Gedanken-)Muster loslassen, das zwanghafte Kreisen und hin und her wälzen der immer gleichen Gedanken und alten Verletzungen, die Idee, alles um dich herum kontrollieren zu müssen, um dich annähernd sicher zu fühlen. Der Perfektionismus verschwindet und der innere Kritiker wird leiser und leiser....
Antidepressiva - es klingt so verlockend...
Eine kleine Pille jeden Tag, und du bist wieder happy, ausgeglichen, kannst wieder schlafen...
Deine depressiven Gedanken - einfach weg.
Das Gedankenkarussell steht endlich still.
Und du kannst wieder “funktionieren” und deinen Alltag bewältigen.
Leider ist es nicht so einfach. Und selbst wenn es so wäre, hat am Ende doch alles seine Kosten, in Form von Nebenwirkungen und Mangelerscheinungen:
SSRI (z.B. Citalopram, Sertralin): Schlafstörungen, emotionale Abstumpfung, erhöhte Suizidgefahr – besonders bei jungen Menschen.
Trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin): Erhöhte depressive Verstimmung, starke Gewichtszunahme und extreme Müdigkeit.
Neuroleptika (z.B. Quetiapin): Extreme Gewichtszunahme, Sedierung und paradoxerweise depressive Symptome.
Und wie wirksam sind Antidepressiva wirklich? Viele Studien zeigen, dass die Wirkung vieler Antidepressiva kaum besser ist als ein Placebo. Oft werden verschiedene Medikamente ausprobiert, ...
Schlaflose Nacht?
Was hast du schon alles versucht, um endlich wieder schnell einschlafen zu können?
Meditation?
Entspannungsübungen?
Alkohol...? Schlafmittel...?
Wenn scheinbar nichts hilft - und du keine Lust hast, langfristig von irgendwelchen Substanzen abhängig zu werden - dann wirf unbedingt mal einen Blick auf deine Versorgung mit Mikronährstoffen.
Wie soll denn dein Körper Melatonin, das Schlafhormon, produzieren, wenn die notwendigen Bausteine nicht zur Verfügung stehen? Da kannst du meditieren so viel du willst... (wobei es ohne bestimmte Nährstoffe auch schwierig werden dürfte, diesen ruhigen, entspannten, meditativen Zustand zu erreichen...)
Mit einigen Nährstoffen kannst du übrigens relativ bedenkenlos experimentieren, allen voran Magnesium und die wasserlöslichen Vitamine.
Insbesondere im Zusammenhang mit Stress und Burnout solltest du auf eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen achten. Wenn du diese in Eigenregie ausprobieren möchtest, halte dich aber bitte unbedingt an...